Konzentrationskiller & Co.

 

Sich über einen längeren Zeitraum auf eine Sache zu konzentrieren ist ein wahrer Kraftakt.

 

Gemeint ist, eine Tätigkeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Diese Aufmerksamkeit willentlich aufrecht zu erhalten und sich von nichts ablenken zu lassen. Ob uns das gelingt, hängt vom Alter, genetischen Voraussetzungen aber vor allem von Übung und den Rahmenbedingungen ab. Von Intelligenz hängt die Konzentrationsfähigkeit aber nicht ab.

 

Nur allzu gerne lassen wir uns dabei unterbrechen - von der Katze, die gerade Streicheleinheiten mag, dem Handy, das läutet.... Dabei ist uns nicht bewusst, dass jede Unterbrechung uns auf den Startpunkt zurückwirft. Wir knüpfen danach nicht dort an, wo wir aufgehört haben, sondern eben wieder nahezu bei Null.

 

Schon früh können Eltern die kindliche Konzentrationsfähigkeit fördern. Dazu braucht es nicht teure, "pädagogisch wertvolle" Spielsachen. Einfache Alltagsgegenstände und -tätigkeiten sind hier weit bessere Übungsfelder. Was man alles mit Schüsseln und Töpfen etc. anstellen kann! Welch tolle Kunstwerke aus Klopapierrollen entstehen können! Kinder tauchen in eine andere Welt ein, wenn sie vertieft in eine Sache sind. Beim Spiel, beim Beschäftigen mit Dingen, wird die Konzentration enorm trainiert.

 

Dabei ist es wichtig, dass Eltern sich möglichst wenig einmischen. Auch wenn abzusehen ist, dass der Bausteinturm gleich umfällt oder ein anderer Stein als nächstes besser passt. Lassen Sie das Kind selbst drauf kommen. So sammelt es viele Erfahrungen. Will das Kind Unterstützung, dann geben Sie Anregungen, doch lassen Sie es selbst tun. Dabei lernt ein Kind unendlich viel: Ausdauer (Konzentration), Frustrationstoleranz und Selbstständigkeit. Alles wesentliche Fähigkeiten für die Schule.